Das Instrument

Geschichte der Resonator - Gitarre

Der "Country Blues findet seinen Ursprung in den 30er Jahren im "alten Blues und Jazz". Die rhytmische vitale Musik war in Nordamerika überall, vor allem aber als "Strassenjazz" zu hören.

Da die Gitarristen gegenüber den lauten Trompeten, Trombones, Tubes, etc. permanent das Nachsehen hatten, kam George Beauchamp zu dem Schluss, die einfache Rhytmusgitarre mechanisch zu verstärken. Er ging mit seiner Vision zu den Brüdern Dopyera und die Resonator -Gitarre erlebte ihren Ursprung. John Dopyera perfektionierte ein Design mit drei Resonatoren und Aluminium Korpus, um die gewünschte Verstärkung zu erzielen.

1927 war dann die erste "Tricone Resonatorgitarre" unter der Firmenbezeichnung " National" auf dem Markt.
John verließ National 1928, um eine erschwingliche Holzgitarre mit nur einem Resonator und einem spinnenartigen Steg unter dem Namen "Dobro" zu produzieren. Daraufhin baute National eine eigene Singlecone mit dem noch heute üblichen Bisquit Steg.

1932 gingen beide Firmen als "National - Dobro- Company" wieder zusammen, widmeten sich aber zunehmend der aufkommenden E-Gitarre.

1967 entschlossen sich Mitglieder der Familie Dopyera, unter dem Markennamen "Hound Dog" wieder Resonator Gitarren zu produzieren, die seit 1970 wieder unter dem Namen Dobro hergestellt werden.
1993 wurde Dobro von Gibson übernommen.

Die Geschichte um diese spektakuläre Gitarre verdeutlicht noch einmal den Kultstatus, den sie heute genießt.

 

Allgemeines zur Resonatorgitarre nach oben

Thema: Allgemeines zur Resonatorgitarre Der kleine Unterschied
Autor: Lutz Sauer Besonderheiten
Stilrichtungen
Gitarren-Stimmungen
Wann man nicht spielen sollte
Das Geheimnis des guten Sounds
Warum Reso?
Verstärkung
1. Der kleine Unterschied nach oben
Eine Resonator-Gitarre sieht fast aus wie eine Gitarre - jedenfalls von der Form her. Innerlich sind die Unterschiede aber gewaltig. Im Inneren sitzt der Resonator (ach was), eine Art mechanischer Lautsprecher, der nicht durch einen Magneten (wie aus der HIFI-Anlage bekannt), sondern durch die Saiten in Schwingung versetzt wird. Dies ermöglicht einen gegenüber einer normalen Gitarre erheblich größeren Krach.

Soviel zum Allgemeinen. Speziell wird dieses Instrument besonders in akustischer Musik verwendet, im Blues und im Bluegrass.
2. Besonderheiten nach oben
  • Im Material des Klangkörpers:
    • Holz, Bronze, Plastik, Blech, Edelstahl, Nirosta und diverse Legierungen wurden verbaut
  • In der Form des Halses:
    • Eckig (Squareneck) oder Rund (Roundneck).
      Wer den Unterschied mal gesehen hat, dem ist das klar.
      Hinweis: In der Stadt Deutschlands mit den meisten Resonatorgitarren pro  Einwohner gibt es noch keine Squareneck. Entsprechende Einwanderer sind  gesucht. Voll erschlossene Bauplätze sind in 10 km Umkreis ab 30,- DM pro qm  zu haben (Preise in Euro und im Stadtzentrum auf Anfrage).
  • In der Anzahl der Resonatoren:
    • Es gibt Single-Cones (die haben einen Resonator)
    • und Tricones - die haben gleich drei davon. (Um Irrtümer zu vermeiden: die  bekannte Duolian ist eine Singlecone).
    • Bei den Singlecones sitzt auf dem Resonator eine Platte mit dem Steg, auch  Bisquit genannt - die deutsche Übersetzung Plätzchen ist nicht allzu geläufig.  Um rechtlichen Argumenten zu entgehen, baute eine Firma das Bisquit mit  Hilfe eines achtbeinigen Gestells in die Breite Saite, sorry Seite des Lautsprechers. Diese Konstruktion wird Spinne genannt.
  • Im Aussehen der Frontseite:
    • Es gibt Resos mit F-Löchern, Teesieben oder im Jugendstil.
    • Bluegrassspieler benutzen meistens eine Squareneck. Ansonsten sind sämtliche Merkmale in allen denkbaren Variationen kombinierbar. Nur eine Tricone mit Spider ist mir nochnicht bekannt. Wer eine besitzt, bitte mitbringen.
3. Stilrichtungen nach oben
  •  Bluegrass
  •  Piedmont-Blues
  •  Delta-Blues
Alles Musikrichtungen ländlicher Ausprägung aus abgelegenen Gegenden. Andere Stile wie Gospel, Oberschlesisches Volkslied oder Motetten eignen sich ebenfalls für die Reso. Die Übertragung Gregorianischer Gesänge ist in Arbeit, zieht sich aber noch hin. Mit ersten Veröffentlichungen wird im Mai gerechnet.
4. Gitarren-Stimmungen nach oben
Resos stimmt man wie eine normale Gitarre - muss man aber nicht. Gemeint sind hiermit mehr oder weniger abweichende Tunings, die andere Spiel- und Harmoniemöglichkeiten eröffnen. Besonders beliebt sind die sogenannten "open tunings", bei denen die Klampfe in einen offenen Akkord gestimmt wird, i.a. ein Dur- Akkord.
Hier eine Tabelle der gebräuchlichsten Stimmungen (die keineswegs vollständig ist):

Guitar-Tunings
String normal dropped D open D open G open C renaissance baroque
1 e' e' d' d' e' e' d'
Quart(4) Quart(4) Quart(4) kl.Terz(3) gr.Terz(3) Quart(4) Quart(4)
2 h h a h c' h a
gr. Terz(3) gr.Terz(3) kl.Terz(3) gr.Terz(3) Quart(4) Quart(4) gr.Terz(3)
3 g g f# g g f# f
Quart(4) Quart(4) gr.Terz(3) Quart(4) Quint(5) gr. Terz(3) kl.Terz(3)
4 d d d d c d d
Quart(4) Quart(4) Quart(4) Quint(5) Quart(4) Quart(4) Quart(4)
5 A A A G G A A
Quart(4) Quint(5) Quint(5) Quart(4) Quint(5) Quart(4) Quint(5)
6 E D D D C E D(F)
Achtung: Der Ton mit der Bezeichnung "h" ist international als "b" bekannt. Das deutsche "b" entspricht "b b " - aufpassen!

Varianten ergeben sich durch transponieren aller Saiten um ein bis zwei, manchmal auch bis zu 4 Halbtönen -bis die Stricke halt reissen. So wird aus einer open D durch hochschrauben um einen ganzen Ton eine open E Stimmung, aus open G durch herunter stimmen um 3 halbe aber auch ein E-Dur Akkord !!! Das sind zwei in der Tonhöhe gleich klingende Stimmungen aber mit völlig verschiedenen Griffmustern.
Durch einfaches herabstimmen einer Seite ist aus jeweils der Dur die Mollstimmung machbar. (Erinnert euch: Kleine Terz = Moll, Große Terz = Dur).

Es gibt auch ganz abgefahrene Stimmungen. EGCccc und ähnliches wir auch verwendet. Bei diesem extremen Beispiel kommt man natürlich nicht mit der Normalbesaitung hin sondern muß seine Saitensätze aus einzelnen Saiten zusammen kaufen. Wer sich dafür interessiert, ist über das Stadium hinaus, hier etwas lernen zu können. Wichtig ist allerdings, dass alle mir bekannten Stimmungen das bekannte System von Ganz- und Halbtönen beachten. Ich habe viele Versuche gehört, die dieses sprengten: Dies lag aber meistens nicht an der Experimentierfreude der Spieler, sondern schlicht
an deren Unvermögen, die Gitarre sauber zu stimmen.

Ein weiteres Beispiel ist eine D6 - Stimmung. Aus DAd-f#-ad wird DAd-f#-ah. Bluegrassspieler haben noch mehr, mir aber nicht bekannte Ideen entwickelt.
5. Wann man nicht spielen sollte nach oben
Da diese Art von Gitarren ziemlich laut ist, achtet darauf, ob eure Nachbarn gerade das Baby ins Bett bringen. Oder ob euer Nachbar am Tag schläft, weil er Nachtschicht hat. Bei solchen oder ähnlichen Anlässen solltet ihr Rücksicht nehmen.

Das übliche Gemeckere von Liebhabern bajuwarischer Heimatklänge kann getrost ignoriert werden.
6. Das Geheimnis des guten Sounds nach oben
  • Eine gute Reso
  • Gute (neue) Saiten
  • ggfls. ein Slide (Schleichwerbung: Ich empfehle den von Metallbau Wolter aus Sulingen, entwickelt mit Hilfe von Country Rudi)
  • und 1 bis 24 Jahre intensives üben. Wenn es dann noch nicht klingt, zur Bratsche wechseln.
7. Warum Reso? nach oben
Der Begriff Resonatorgitarre kommt einem etwas schwer über die Zunge.
Eine eigene Gattung bilden noch die Metallresonatorgitarren. Früher, vor langen Jahren, war eine Metallresonatorgitarre einfach D*br* und war sie nicht aus Metall, hieß sie Holzdobro. So einfach war das.

Dann kaufte die Firma Gibs*n die Firma D*br* und verklagte angeblich alle, die den Namen D*br* verwenden. Ich glaube es eigentlich nicht, das dem so war, aber so ist das Gerücht. Und Gerüchte sind hartnäckig und ich bin vorsichtig und sage darum lieber Reso. Ein Vertreter von 4N sagt ja chließlich auch Klebeband und nicht Tesafilm.

In den Newsgroups im Internet wird der Begriff TIFKAD    (This Instrument Formely Known As D*br* ) verwendet. Aber erstens ist das für einen Deutschen schwer verständlich und zweitens zusehr von TAFKAP, his Majesty geklaut.

Außerdem klingt: "Ich bin ein Resonateur" besser als "Ich bin ein Dobrist".

8. Verstärkung

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Obwohl die Resos die lauteste Form der mir bekannten Variationen akustischer Gitarren darstellen, ist die Abnahme des Klanges laut aller bekannten Tonmeister problematisch bis sehr problematisch. Nicht im Studio, da tuts ein Mikro. Aber auf der Bühne. Wer so was sucht, mein Tip:

Country Rudi hat ein sehr gutes System. Leider ist er zu faul, es öffentlich anzubieten. Also macht einen Termin mit ihm aus und kommt nach Sulingen. Das hat den Vorteil, dass ihr ihn anschliessend noch in den Schimmel zu Bullenschluck und anderen alkoholischen original Sulinger Spezialitäten einladen könnt. Teurer als der Flug nach Nashville und dem Besuch der Grand ol' Opry kommt euch das auch nicht.

 

 

Slides nach oben

Thema: SLIDES Was ist ein Slide?
Autor: Nero W. Lewerenz Wie muß ein guter Slide aussehen?
Was macht den Sound?
  Die Kehrseiten der Medaille
Unter Slideguitar versteht man eine Spielweise bei der die linke Hand (für Linkshänder: rechts) nicht mit den Fingern die Saiten aufs Griffbrett drückt, sondern mit einem Metall- oder Glasstück die Saiten leicht anpresst und längs des Halses hin und her schiebt um Glissandi und Vibratosounds zu erzeugen. Klassisches Beispiel aus dem Blues: Elmor James - 'Dust My Broom'. Aber auch in der Countrymusik ist diese Spielweise ein charakteristisches Stilmittel (Bonie Raid, etc.) und die Elektriker haben sich mit den blitzenden Teilen schnell angefreundet (Jonny Winter,Greg Allman, Jerry Garcia). Und dann sind da noch die Spezialisten: Leo Kottke, Stefan Grossman und viele andere mehr.Häufig wird auch die sogn. 'Pedal-steel-guitar eingesetzt. Und nicht zu vergessen die Hawaii-steel-guitar, wahrscheinlich die Urmutter der Slide-guitar.
Dieser Artikel wird sich jedoch auf die Anwendung auf 'normalen' Gitarren beschränken.
Was ist ein Slide? nach oben
Ein Slide ist ein Metall- oder Glasrohr. Auf einen der Finger der linken Hand gestülpt, meistens dem kleinen, produziert man damit die verschliffenen, eiernden und jammernden Sounds die einem so unter die Haut gehen.
Wie muß ein guter Slide aussehen? nach oben
Zuerst ist die Gitarre - dann der Slide! Also seht euch die Gitarre an auf der ihr Slide spielen wollt:
  • wie breit ist der Hals am Sattel?
  • wie breit am 12. oder 14. Bund?
  • wie stark ist die Wölbung des Halses und damit die Lage der Saiten zueinander? Gerade oder mehr oder weniger rund?
Dann wichtig -
  •  welchen Stil spielt ihr?
  •  braucht ihr den Slide nur für kürzere Soloeinlagen oder
  •  bevorzugt ihr volles Akkordspiel (open tunings)?
  •  in wieweit soll der kleine Finger noch einsatzfähig bleiben?
  •  spielst du Fingerpicking, mit oder ohne Picks, oder Flatpicking?
und last not least:
  •  wie ist euer kleiner Finger oder der mit dem ihr zu spielen gedenkt, beschaffen?
Aus dieser letzten Frage ergibt sich der notwendige Innendurchmesser den das Rohr haben muß -nicht so eng das der Finger nach 2 Minuten abgestorben ist, aber auch nicht so weit das er bei der ersten Gelegenheit als Granate ins Publikum fliegt. Spielt ihr Akkorde über alle Saiten muß der Slide in seiner Länge selbstverständlich auch über alle Drähte laufen.
Soll der Slidefinger auch noch (eingeschränkt) normal benutzbar bleiben muß das letzte Fingerglied frei bleiben, der Slide also nur etwa den halben Finger bedecken.
Und zu dem ersten Fragenblock: Der Slide sollte sich in seiner Wölbung der Saitenkrümmung in etwa anpassen. Ein wenig kann man durch den Anpressdruck korrigieren, ist aber die Saitenlage sehr tief und die Saiten sehr weich und dünn, hat man die mittleren Saiten schon bis aufs Griffbrett heruntergedrückt und die äusseren klirren immer noch unter dem Slide. In dem Fall kann nur noch etwas durch anpassen des Sliderohrs gerissen werden. Auf akustischen Gitarren reicht in den meisten Fällen ein gerades Rohr, auf elektrischen sollte man durchaus ein leicht konkaves Slide antesten.
Was macht den Sound? nach oben
Der Sound eines Guitarslides hängt von mehreren Faktoren ab:
  •  Material
  •  Masse
  •  Oberfläche
Als Material kommen hauptsächlich Glas und Metall vor - denn, was muß ein Slide leisten: die Saiten der Gitarre möglichst lange klingen lassen (Sustain) , quasi als Ersatzbundstäbchen fungieren, sonst könnte man ja gleich den Barreefinger zum Sliding benutzen. Das Material sollte also eine gewisse Mindesthärte besitzen, schließlich ist Bunddraht auch nicht aus Watte. Gundsätzlich gilt:
  •  um so härter -> um so mehr Sustain
  •  höhere Dichte -> mehr Sustain
  •  mehr Masse -> mehr Sustain
  •  glattere Oberfläche ->weniger Nebengeräusche
Demnach ist Bleiglas (Dichte =2,9) mit Blick auf die Sustainwirkung besser als Flaschenglas (Dichte =2,6), Stahl (Dichte =7,2-7,9) besser als Aluminium (Dichte =2,56) und Diamant (Härte =10) geeigneter als Quarz (Härte=7), Kupfer ist härter als Blei.

Da die Dichte von Glas kleiner als die der meisten Metalle ist kann man Sustainsteigerung nur durch größere Masse erreichen, d.h. Glasslides müssen bei vergleichbarem Sustain und Oberflächengüte in der Wandstärke immer dicker sein als vergleichbare Metallslides. Ein Slide aus Stahl hat bei gleicher Wandstärke weniger Sustain als einer aus Silber, weil Silber eine höhere Dichte hat. (Wer genug in der Hinterhand hat kann gerne mit Platin (Dichte =21,3) experimentieren.)

Das beste Sliderohr taugt nichts ist es riefig, gratig oder anders rauh.
Glas hat von Natur aus eine recht glatte Haut, bei Flaschenhälsen muß man aber mit zwei Graten rechnen, dort wo die beiden Hälften der Flasche zusammen gepresst wurden - unschön aber man kann damit leben. Diese gratigen "Bottlenecks" sind aber immer noch besser als alles was im Musikladen zu kaufen ist. Meiner Erfahrung nach ist nur maschinengezogenes Glasrohr das für den Laborbedarf gefertigt wurde erhältlich. Diese Rohre haben selten die notwendige Wandstärke von mindestens 3mm um den gewünschten Sound zu erzeugen.
Metallische können dünner sein, so ab 1mm aufwärts. Beschränkt wird nur durch das resultierende Gewicht das einem am Finger hängt - nicht jeder der Slideguitar spielen will rennt vorher ins Fitnessstudio! Edel- oder Chromstahlslides kann man durchaus im Handel kaufen.

Soweit zum Einfluss des Slides, ansonsten gilt: üben, üben, üben...
Die Kehrseiten der Medaille nach oben
Slides machen Geräusche -auch unmusikalische!
Auch bei schärfstem Üben hört man bei Verwendung ungeschliffener Saiten ein Kratzen. Auf akustischen Instrumenten mehr als bei elektrisch verstärkten. Dieser unschöne Effekt läßt sich nur durch Aufziehen geschliffener Saiten vermeiden.
Glasbottlenecks sind zerbrechlich! Wer einmal einen guten Glasslide zerschossen hat ärgert sich die Plauze. Auf der Bühne nur idiotensicheres Material benutzen also Metallrohre. Aber, nicht unerwähnt sollte sein, dass Metalle i.A. ausgezeichnete elektrische Leitfähigkeit besitzen und der Kontakt Musiker - Slide hat eine recht große Oberfläche; es kann immer wieder vorkommen, dass sich einige Elektronen aus dem Stromnetz bis zur Gitarre durchmogeln. Dies kann vom anregendem Kribbeln bis zum finalen Herzkasper reichen. Aufpassen!
Bei Einsatz von Metall neigen einige Menschen auch zu allergischen Reaktionen (jetzt nicht wegen der produzierten Musik) und man muß das Material des Slides wechseln.
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Pflege und Reinigung nach oben

Thema: Pflege & Reinigung Pflege & Reinigung des Resonatorgitarren - Korpus:
Autor: Christian Rudolf Pflege & Reinigung der Saiten und des Griffbrettes:
Pflege der Stimmmechaniken:
Saitenwechsel an Resonatorgitarren:
1. Pflege/Reinigung des Reso.gitarren - Korpus: nach oben
Resonatorgitarren mit Holzkorpus reinigt man am besten mit üblichen Gitarrenpflegemitteln ("Guitar - Polish").
Lackierte Modelle sollten mit Lackpflegemitteln aus dem Autopflegesortiment behandelt werden. Unbedingt vor der Behandlung auf die Verträglichkeit überprüfen (an dieser Stelle eine ausdrückliche Warnung vor lösemittelhaltigen, säure-, lauge-, als auch schleifmittelhaltigen Produkten)!!!
Verchromte Resonatorgitarren können zwar mit Chromputzmitteln gereinigt werden , diese Methode birgt aber auch Nachteile: Da solche Pflegemittel meist in Pastenform oder ähnlich angeboten werden, setzen sich bei der Reinigung in den meisten Fällen Rückstände in Kanten und Vertiefungen (besonders bei gravierten Modellen) fest, die dann nur recht aufwendig wieder entfernt werden können. Deshalb sei nachfolgende Methode empfohlen: den Korpus der Gitarre mit einem weichen, fusselfreien Tuch unter Verwendung von ZIGARRENASCHE abreiben! Dabei sollte darauf geachtet werden, dass möglichst Asche einer hochwertigen Zigarre (am besten einer echten Havannazigarre) verwendet wird. Je hochwertiger der Tabak, desto hochwertiger die Asche, desto besser ist das Ergebnis!
2. Pflege/Reinigung der Saiten und des Griffbrettes: nach oben
Unbedingt benötigt wird ein fusselfreies Tuch (z.B. ein altes, aber sauberes Geschirrhandtuch aus Baumwolle oder Leinen) und: BALLISTOL!
Bei Ballistol (eingetragenes Markenzeichen) handelt es sich um ein rein pflanzliches, universales Kriech- als auch Reinigungsöl. Erhältlich ist Ballistol normalerweise im Fachhandel wie z.B. Bau- und Gartenmärkten, Drogerien, Sport- oder Waffenhandlungen etc.. Zwecks Reinigung und Konservierung der Saiten gib einige Tropfen BALLISTOL auf eine Stelle des Tuches und reibe die einzelnen Saiten damit ein bzw. ab. Ebenso werden das Griffbrett bzw. die Bundstäbchen behandelt: BALLISTOL auf das Tuch geben und damit das Griffbrett unter leichtem Druck abreiben. Der Effekt dabei ist folgender: die Saiten werden vor Korrosion geschützt, das Griffbrett wird gereinigt und konserviert.
3. Pflege der Stimmmechaniken: nach oben
Die Stimmmechaniken sollten 1 - 2 mal im Jahr, am besten mittels einer Pipette, mit BALLISTOL leicht geölt werden. Bitte sparsam verwenden, ein kleiner Tropfen je Mechanik ist völlig ausreichend.
4. Saitenwechsel an Resonatorgitarren: nach oben
Beim wechseln der Saiten sollte darauf geachtet werden, dass die Saite mit ihrem Befestigungsknopf nicht von oben in den Saitenhalter des Instrumentes eingelegt wird, sondern das die Saiten von oben zum Resonator hin durch den Saitenhalter hindurchgezogen werden. Danach wird die Saite unter dem Saitenhalter zum Steg geführt und der Befestigungsknopf nach oben zeigend im Saitenhalter verankert. Da mit dieser Methode der Saitenauflagewinkel am Steg steiler wird, verbessert sich der Klang des Instrumentes, insbesondere wird das Sustainverhalten positiv beeinflusst.
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